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Damals wie heute: Menschen sind von körperlicher Gesundheit abhängig

Blicken wir einmal auf das Jahr 2500 v. Chr. zurück. Schon in dieser Zeit bedeutete Fitness körperliche Gesundheit und war für das Überleben unabdingbar. Die Menschen mussten körperlich fit sein, um durch Jagen und Sammeln für ihre Nahrung zu sorgen. Nur wer gesund und leistungsfähig war, konnte im Kampf mit Tieren und anderen Konkurrenten überleben.

In der Zeit um Christi Geburt kam der militärische Aspekt dazu. Nun galt es körperlich stark und leistungsfähig, also fit zu sein, um Länder und Reiche zu erobern und zu verteidigen. In den großen altertümlichen Reichen, beispielsweise in Persien, Mazedonien oder im römischen Reich, war körperliche Fitness oberstes Gebot, um Stärke und Langlebigkeit des Reiches zu erhalten und damit auch für die Arterhaltung zu sorgen. Als sich dann später immer mehr extravagante Lebensgewohnheiten, man denke dabei zum Beispiel an die üppigen Gelage im römischen Reich, einschlichen, war es mit der körperlichen Fitness bald zu Ende. Die Konsequenz daraus: die großen Weltimperien brachen langsam auseinander. Nur das griechisch-mazedonische Reich gilt noch heute als das fitteste Reich aller Zeiten.

Frühes Gesundheitsdenken: Fitness zur Vorbeugung von Krankheiten

Im chinesischen und indischen Reich nutzte man Fitness in zweierlei Hinsicht. Zum einen natürlich auch für militärische Zwecke, zum anderen aber für die Gesundheit. Schon in dieser frühen Zeit war Vorbeugung, Prävention, ein wichtiger Lebensaspekt. Mit Körperübungen sollten die Menschen Erkrankungen wie Herzleiden und Diabetes vorbeugen. Man entdeckte auch, dass Sportarten wie Yoga und Kampfsport gesünder machten. Fitness also als Möglichkeit der Heilung, ein schon damals entscheidender Durchbruch in der Geschichte der Menschheit.

Erste Fitnessprogramme zur Stärkung der Gesundheit

Im goldenen Zeitalter der Renaissance (15. und 16. Jahrhundert) kam es zu einem intellektuellen Aufschwung. Mit ihm wuchs auch das positive Denken für körperliche Fitness.

Die darauf folgende Zeit des Nationalismus in Europa war dann durch die ersten modernen Fitnessprogramme gekennzeichnet, die in Form von Gymnastik stattfanden. Die Programme in den einzelnen europäischen Ländern waren recht unterschiedlich, verfolgten im Prinzip aber immer das gleiche Ziel, die Stärkung der Gesundheit. So gab es in Schweden Sportprogramme für erzieherische, militärische und medizinische Zwecke. In Dänemark wurden Gymnastikübungen über das Schulsystem verbreitet. England setzte auf die Ausbildung einer gesunden und starken Jugend und klärte seine Bevölkerung gezielt über die Vorteile regelmäßiger körperlicher Bewegung auf. Amerika übernahm zeitgenössische europäische Trainingsstile.Schon Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, war ein großer Verfechter von regelmäßiger körperlicher Bewegung zur Stärkung der Gesundheit.

Sesshaftigkeit, Wirtschaftswunder, Wirtschaftskrisen ...

Mit der Zeit der Industrialisierung wurden die Menschen in Europa und Amerika sesshafter. Die Sesshaftigkeit hatte aber nicht nur positive Folgen, denn die körperlichen Aktivitäten wurden spürbar weniger. Durch den zunehmenden Mangel an regelmäßiger körperlicher Bewegung stieg die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-, Diabetes-Typ-II- und Krebserkrankungen rapide an.

Das frühe 20. Jahrhundert war in der westlichen Welt dann wieder durch einen neuen Gymnastik- und allgemeinen Fitnesstrend geprägt. Um zur nationalen Sicherheit und zur Gesundheit der Nationen beizutragen, waren die Menschen aufgerufen, körperlich aktiv zu sein.

Doch in den 20er-Jahren nahm die Begeisterung von körperlicher Aktivität zusehends ab. Komfort und Spaß war den Menschen wichtiger als Fitness. Auch die Weltwirtschaftskrise 1929/1930 war für Fitness und damit für die Gesundheit generell nicht eben förderlich.

Heute: Gesundheits- und Medizinindustrie boomen ...

Der zweite Weltkrieg und der sich anschließende kalte Krieg ließen die heutige, moderne Fitnessbewegung entstehen. Es ging darum, neue Kräfte zu bündeln und die Gesundheit durch körperliche Bewegung zu stärken. Heute steht dabei aber nicht mehr nur die körperliche Aktivität im Mittelpunkt des Fitnessgedankens. Im jetzigen 21. Jahrhundert bedeutet "fit zu sein" viel mehr, nämlich gesund zu sein, sich ausgewogen zu ernähren und geistige Balance zu haben. Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden sind die Aspekte, die die Gesundheits- und Medizinindustrie boomen lassen. Ein Trend, dessen Ende nicht abzusehen ist.

Fazit:

Die Geschichte zeigt, dass von jeher die körperliche Gesundheit (= Fitness) der Bevölkerung einen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg und die nationale Sicherheit einer Nation hat. Damals wie heute zeichnen sich fitte Menschen dabei nicht nur durch Stärke und Kraft aus, sondern durch eine bessere Gesundheit. Rund zwei Drittel aller Krankheiten könnten nach Ansicht von Experten durch regelmäßige körperliche Bewegung, gesunde, ausgewogene Ernährung und geistige Balance gänzlich vermieden oder bewältigt werden.


Quelle: "Die Geschichte der Fitness" von Samir Becic, einem der begehrtesten Fitness-Trainer der Welt.- Focus Online vom 10.08.2014

Redaktion e|pat|in®


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