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Fibromyalgie-Syndrom (Faser-Muskel-Schmerz)

Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine schwere, nicht entzündliche, chronische Erkrankung. Sie zeichnet sich durch chronische, generalisierte Schmerzen im Bereich der Muskulatur, des Bindegewebes und der Knochen aus. Die Schmerzen treten mit wechselnder Lokalisation auf. Die Ursache der Erkrankung ist weitgehend unbekannt.

Man unterteilt die Fibromyalgie in

  • primäre Fibromyalgie: charakteristische Fibromyalgiesymptome, keine erkennbare Grunderkrankung
  • sekundäre Fibromyalgie: ausgelöst durch eine andere Grunderkrankung (OP, Verletzung, seelische oder körperliche Traumata, rheumatische Erkrankungen)

Die Fibromyalgie beginnt meist um das 35. Lebensjahr und nimmt häufig nach dem Erreichen des 60. Lebensjahres wieder ab. Frauen sind am häufigsten betroffen (Verhältnis F:M = 9:1).

Der Fibromyalgiepatient leidet unter einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit, dumpfen Schmerzen und einer Morgensteifigkeit. Schmerzpunkte an Muskeln und Sehnenansätzen sind nachweisbar. Außerdem treten Begleitsymptome, beispielsweise Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrations- und Antriebsschwäche, sowie Wetterfühligkeit und viele andere Symptome auf.

Akute Schmerzen führen zu einem neuromuskulären Reflex. Dadurch kommt es zu einer erhöhten und andauernden Anspannung der betroffenen Muskelgruppe. Die Folge ist eine verminderte Durchblutung. Nährstoffe und Sauerstoff kommen nicht im Muskel an. Stoffwechselprodukte werden nicht abtransportiert und verbleiben im Muskel, was wiederum zur Verschlimmerung der Schmerzen führen kann.

Die Fibromyalgie ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. für die Diagnosestellung sind die bisherige Krankengeschichte des Patienten, die körperliche Untersuchung und die Laborwerte wichtig, um andere Erkrankungen auszuschließen. Um die Diagnose Fibromyalgie zu sichern, werden typische extraartikuläre (nicht das Gelenk betreffende) Schmerzpunkte herangezogen. Wenn 11 von 18 typischen Druckpunkten (tender-points) empfindlich reagieren, erfolgt die Diagnose Fibromyalgie-Syndrom.

Da die Krankheitsursache nicht bekannt ist, wird in der Regel ein umfassendes Behandlungskonzept angewandt, das unter anderem Schmerzbewältigung, Psychotherapie und Physiotherapie beinhaltet.


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