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Wirbelgleiten (Spondylolisthesis/Spondylolyse)

Von einem Wirbelgleiten spricht man, wenn es zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern zu einer gegenseitigen Verschiebung und Verkippung kommt. Meist gleitet der obere von zwei Wirbeln über den unteren nach vorn. Ein seitliches Wirbelgleiten mit Drehung (Rotation) wird als Drehgleiten bezeichnet. Betroffen ist meist der letzte oder der vorletzte Lendenwirbel. Ursache ist meist eine verschleißbedingte Bandscheibenlockerung und Wirbelgelenkarthrose. Der Gleitvorgang beginnt in der Mehrzahl zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr.

Beim angeborenen Wirbelgleiten liegt ein Defekt im Zwischenwirbelbereich eines Wirbelbogens vor (Spondylolyse). Der Wirbelbogen ist vom Wirbelkörper abgelöst. Durch die Spaltbildung zwischen zwei Wirbelgelenken kann es im Laufe der Zeit zu einem Wirbelgleiten kommen. die vorderen Teile des Wirbels (Wirbelkörper) wandern dann mit den Bogenwurzeln und Querfortsätzen sowie den oberen Gelenkfortsätzen nach vorne. Ursache können mechanische Überbeanspruchungen, beispielsweise durch Hohlkreuzbelastungen im Kunstturnen, Delphinschwimmen, Speerwerfen und Ballett im Wachstumsalter sein, die eine Umbauzone in den Zwischengelenkstücken der Wirbelkörper produzieren können. Ein Hohlkreuz kann die Ausbildung von Gleitwirbeln begünstigen und verstärken.

50 Prozent der Spondylolisthesis-Fälle verlaufen ohne Symptome. Die Diagnose ist häufig ein Zufallsbefund. Beschwerden äußern sich in tief sitzenden Rückenschmerzen und Muskelverspannungen. Kommt es durch das Wirbelgleiten zu Nervenreizungen und Ausfallserscheinungen, treten Muskelschwäche und Lähmungsbilder auf. Die Schmerzen verstärken sich durch Belastung und Überdehnung der Bandstrukturen. Subjektiv hat man das Gefühl einer instabilen Wirbelsäule.

Wenn keine neurologischen Ausfallserscheinungen oder Lähmungen auftreten wird das Wirbelgleiten konservativ behandelt. Zu den therapeutischen Maßnahmen gehört beispielsweise die Kräftigung der Rückenmuskulatur durch spezielle Gymnastik. Vorsicht ist bei Drehbewegungen geboten. Außerdem sollte man keine schweren Lasten heben. Drücken die stark gelockerten Gleitwirbel auf die Rückenmarksnerven ist eine Operation erforderlich.


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