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Achillessehnenbeschwerden

Die Achillessehne ist eine der anfälligsten Sehnen für Verletzungen. In der Regel reicht bereits geringe Krafteinwirkung aus, da meistens verschleißbedingte Vorschäden bestehen. Selten kommt es zu einem Riss durch direkte, scharfe Gewalteinwirkung. Häufig betroffen sind Fußballer, aber auch Hobbysportler im Alter um die 40 Jahre, die meist ohne entsprechende Vorkenntnisse, Übung oder Aufwärmung ihrer Sportart nachgehen. Explosive Muskelkontraktionen lösen plötzliche, extreme Zug- und Scherkräfte aus. Die Sehne kann dabei komplett oder auch inkomplett reißen.

Die Achillessehne verbindet das Fersenbein mit der Wadenmuskulatur. Sie hat nur eine Länge von 10-12 cm und ist praktisch undehnbar. Bei einem Durchmesser von 0,5-1 cm hält sie eine Zugbelastung von 500 kg/cm bei statischer Belastung bis zu 1.000 kg/cm bei dynamischer Belastung aus. Im Laufen und Springen wird die Sehne bis zum 9-fachen des Körpergewichts belastet. Meistens reißt die Sehne 2-6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein im Übergangsbereich von Muskel und Sehne. Es kann aber auch zu einem Abriss an der Ansatzstelle der sehne am Fersenbein kommen.

Die Achillessehne ist nur schlecht durchblutet. Starke Beanspruchung kann zu kleinen Einrissen und Entzündungen führen. Wegen der schlechten Durchblutung heilen sie nur langsam. Häufig auftretende Begleitschmerzen werden meistens bagatellisiert, so dass es zu einem chronischen Reizzustand im Bereich der Ferse (Achillodynie) kommt. Ein Achillessehnenriss kann die Folge sein.

Symptome:

  • peitschenartig einsetzender Schmerz mitten in der Bewegung (Sprung, Sprint), auch als Schlag oder Messerstich fühlbar
  • häufig gleichzeitig lautes knallendes Geräusch
  • Schmerz lässt in der Regel schnell nach
  • Gehen ist unmöglich, ebenso das auf die Zehen steigen
  • bei frischer Verletzung tastbare Delle an Reißstelle

Bei einer Achillessehnenentzündung ist die Achillessehne in ihrer gesamten Länge geschwollen. Bei einem inkompletten (teilweisen) Sehnenanriss kann ein kleiner Knoten an der verletzten Stelle ertastet werden. Die Unterscheidung ist schwierig.

Sportlern wird eine operative Therapie empfohlen. Dabei wird die Achillessehne mit verschiedenen speziellen Nahttechniken wiederhergestellt. Die Heilung dauert wegen der schlechten Durchblutung in der Regel sechs bis zwölf Wochen. Die volle Alltagsbelastbarkeit wird meistens nach 3 Monaten wieder erreicht. Eine konservative Behandlung mittels einer Gipsbehandlung über sechs Wochen ist noch langwieriger und birgt wegen der Immobilisation viele Risiken. So kann es zu einem Abbau der Muskulatur, Narbenverklebungen und –wucherungen oder Gelenkversteifungen kommen.

Eine physiotherapeutische Nachbehandlung schließt sich an. Hier geht es vornehmlich um die Erhaltung und den Wiederaufbau der Muskeln, Koordination und Ausdauer.


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