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Erkrankungen des Nervensystems

 

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Kausalgien

Kausalgien beschreiben einen dumpf brennenden, anfallsartigen Schmerz, der häufig nach traumatischen Nervenschädigungen auftritt. Besonders häufig betroffen sind Nerven, die die Unterarmbeugemuskeln, die Muskeln des Schienbeins und die kurzen Zehenmuskeln versorgen.


Schlaganfall (Apoplex)

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn. Alle Zellen des Körpers benötigen ständig und regelmäßig Sauerstoff. Dieser gelangt über das Blut zu den Zellen. Die Gehirnzellen sind hoch empfindlich. Wird die Blut- und damit die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, sterben die Nervenzellen sehr schnell ab.


Multiple Sklerose (MS)

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Das Gehirn sendet über Nervenbahnen Signale über das Rückenmark an den Körper und erhält Signale von dort zurück. Die Nerven sind mit einer Schutzschicht aus Myelin umgeben. Wird diese Myelinschicht geschädigt, wird die Signalübertragung gestört.


Querschnittslähmung

Das Rückenmark ist in verschiedene Segmente unterteilt. Jedes Segment ist für die Steuerung bestimmter Muskelgruppen und Organfunktionen verantwortlich. Wird ein Rückenmarksquerschnitt komplett oder inkomplett durchtrennt kommt es zu einem Ausfall von Körperfunktionen. Wie schwer die Schädigung ausfällt, ist abhängig von der Höher der Rückenmarksschädigung.


Morbus Parkinson

Der Morbus Parkinson gehört neben dem Morbus Alzheimer zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Die Hauptkennzeichen der Erkrankung sind eine hochgradige Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit, Muskelstarre, Ruhetremor und Standunsicherheit.


Syringomyelie

Die Syringomyelie ist eine seltene Erkrankung des Rückenmarkskanal. In der grauen Substanz des Rückenmarks entsteht ein länglicher, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, der die graue Substanz verdrängt. Der Hohlraum enthält keine Nervenzellen. Die Symptome sind sehr vielfältig.


Guillain-Barré-Syndrom (GBS)

Beim Guaillain-Barré-Syndrom handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen die Markscheiden der peripheren Nerven des menschlichen Körpers richtet und diese zerstört. Durch den Verlust dieser Myelinscheiden kommt es zu einer Herabsetzung der Nervenleitgeschwindigkeit bis zum vollständigen Verlust der Nervenfunktion.


Muskulärer Schiefhals (Torticollis)

Der muskuläre Schiefhals ist eine Bewegungsstörung im Hals- und Nackenbereich. Die Koordination der Muskeln und der betreffenden Gegenspieler ist durch Fehlfunktionen der zugehörigen Nerven gestört. Es kommt zu grotesken Kopfhaltungen und unwillkürlichen Kopfbewegungen.


Neuralgie

Es gibt eine Reihe von Schmerzen, die durch die Schädigung peripherer Nerven entstehen. Sie werden unter dem Oberbegriff Neuralgie zusammengefaßt. Ihre Eigenheiten ähneln denen des Phantomschmerzes und der Kausalgie, Charakteristisch ist der starke, fortwährende Schmerz, der selbst mit chirurgischen Behandlungen oder anderen therapeutischen Verfahren nur schwer in den Griff zu bekommen sind.


Wirbelkanalstenose (Spinalstenose)

Gehstreckenabhängige Schmerzen, die über Monate hinweg zunehmen, deuten auf eine Wirbelkanalstenose im Lendenbereich hin. Durch die Einengung des Wirbelkanals wird Druck auf die ihm verlaufenden Nervenbahnen ausgeübt. Dies kann zu Schwäche- und Taubheitsgefühlen der Beine führen. Der Kranke geht immer mehr in gebeugter Oberkörperhaltung.


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