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Wirbelkanalstenose (Spinalstenose)

Eine Einengung des Wirbelsäulenkanals, in dem sich Rückenmark und Nervenwurzeln befinden, heißt Spinalstenose. Eine solche Einengung kann sich im gesamten Wirbelsäulenbereich ereignen (Halswirbel, Brustwirbel und Lendenwirbelbereich).

Ursache sind meist verschleißbedingte Prozesse. Durch Veränderungen an Bandscheiben, Gelenken, Bandapparaten und benachbarten knöchernen Strukturen werden die betroffenen Wirbelsäulenabschnitte eingeengt. Die Verengung des Wirbelkanals verteilt sich nicht gleichmäßig, sondern tritt in bestimmten, stark belasteten Bereichen der Wirbelsäule konzentriert auf. Geht man beispielsweise über einen längeren Zeitraum einer körperlich anstrengenden, oft einseitigen Arbeit nach, werden die stark belasteten Knochen des Wirbelkanals dicker. Dadurch wird der Wirbelkanal verengt und verursacht Druck auf die im Spinalkanal liegenden Nervenbahnen. Manchmal entwickelt sich auch ein leichtes Vorgleiten des Wirbels, was zu einer zusätzlichen Einengung führen kann. Die meisten Stenosen befinden sich im Lendenwirbelbereich, am häufigsten betroffen sind die Segmente L3/4 und L4/5.

Die Beschwerden bei Wirbelkanalstenose beginnen oft schleichend mit Rückenschmerz nach längerer Belastung sowie längerem Gehen und Stehen. Die Schmerzen verringern sich beim Sitzen und beim Vorbeugen des Oberkörpers. Der Kranke geht immer mehr in gebeugter Oberkörperhaltung.

Die Schmerzen treten selten akut auf, sondern nehmen über Monate hinweg zu. Im schweren Stadium ist die Gehstrecke eingeschränkt, manchmal bis auf wenige Schritte. Der betroffene Patient klagt über Schwäche und/oder Taubheitsgefühl in den Beinen oder Füßen. Lähmungen treten im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall erst sehr spät auf. Sind Nerven im Bereich der Halswirbelsäule betroffen, liegen die Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich.

Sprechen die Schmerzen auf konservative Behandlungsmethoden, beispielsweise Physiotherapie, nicht an, kann eine Operation nötig sein, um den Nerven wieder mehr Platz zu schaffen. Besonders wichtig ist dabei die Erhaltung der Stabilität innerhalb der Wirbelsäule. Der Wirbelkanal wird durch Abtragung der verschlissenen und verdickten Strukturen unter Schonung des Nervensystems ausgehöhlt. Nach dem in der Regel minimal invasiven Eingriff kann der Patient innerhalb kürzester zeit wieder aufstehen. Eine physiotherapeutische Behandlung schließt sich an.


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