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Morbus Parkinson

Der Morbus Parkinson gehört neben dem Morbus Alzheimer zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen, das Manifestationsalter liegt zwischen dem 50. und 79. Lebensjahr.

Ein wichtiger klinischer diagnostischer Hinweis ist oft der einseitig betonte Beginn mit dumpfen, ziehenden Schmerzen. Diese treten anfangs in den großen Gelenken und im Wirbelsäulenbereich auf.

Schädigung der Substantia nigra im Mittelhirn

Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt. Es kommt zu einer Schädigung eines im Mittelhirn gelegenen Kerngebietes (Substantia nigra). Über dopaminerge Neurone werden von hier Signale vermittelt, die beispielsweise auf die Planung und den Beginn einer Bewegung wirken, d.h. die Signale haben eine Starterfunktion für Bewegungen. (Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im System.) Beim Morbus Parkinson kommt es zu einem Untergang dieser dopaminergen Neurone. Im Anfangsstadium kann dieser Verlust kompensiert werden Es treten aber bereits unspezifische Symptome auf. Dazu gehören zum Beispiel: Schluckstörungen, Verstopfung, Inkontinenz, Harndrang, Schwitzen, Gewichtsverlust, Halluzinationen, Depressionen, Demenz, Angst, Panikattacken, Schlafstörungen und sensible Störungen wie Überempfindlichkeit der Haut.

Sind 70-80 Prozent der Neurone zerstört, treten die folgenden motorischen Kardinalsymptome in Erscheinung:

  • hochgradige Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit (Akinese)
  • Muskelstarre (Rigor)
  • Ruhetremor
  • Standunsicherheit

Weitere sich daraus aufbauende Symptome:

  • fehlendes Mitschwingen der Arme
  • Gangstörungen
  • verringerter Winkel zwischen Daumen und Zeigefinger
  • kleine krakelige Schrift
  • verringerte Gesichtsmimik
  • Verlangsamung von willkürlichen Bewegungen (Bradydiadochokinese), es können aber auch keine oder fehlerhafte willkürliche Bewegungen sein
  • leise und monotone Stimme (Hypophonie)

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